Südostasien

Südostasien Länderverbund voller Gegensätze

Südostasien ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen aller Welt. Das liegt daran, dass Laos Kambodscha, Vietnam und Thailand schöne Urlaubsziele bietet und sehr erschwinglich ist.

Hier erwarten dich im Prinzip nur die Reisekosten. Das Programm vor Ort mit Essen, Trinken und Aktivitäten ist sehr günstig und kulturell abwechslungsreich.

Welche Staaten gehören eigentlich zu Südostasien?

Neben Laos, Kambodscha, Vietnam gehören unbekannte Länder wie Ostimor, Brunei und Myanmar. Die bekannteren Länder wie die Philippinen und Indonesien verbindet man stets mit dem Inseltourismus, weißen Sandstränden und hellblauen Meer. Das Aushängeschild von Indonesien ist Bali, das Touristen magisch anzieht. Die wohlhabenden Staaten sind Malaysia und Singapur.

Kulturelle Unterschiede zwischen den Ländern

Neben den Einkommensstrukturen unterscheiden sich die Länder auch in ihrer religiösen Anhängerschaft. Im Volksmunde sagt man dass alle Asiaten Buddhisten sind. Das stimmt jedoch nicht ganz.

Buddhismus

Der Buddhismus ist die Religion mit der meisten Anhängerschaft in Südostasien, der Ballungsraum befindet sich dennoch auf dem Festland Anteil des Länderverbundes mit Vietnam, Thailand, Laos, Myanmar und Kambodscha. Es gibt rund 340 Millionen Buddhisten.

Christentum

Auf den Philippinen und Osttimor ist das Christentum bzw. Katholizismus weit verbreitet und streut durch die christliche Missionierung auf Indonesien und Vietnam ab.

Hinduismus

Der Hinduismus ist am geringsten in Südostasien verbreitet und hat seinen Anhänger Raum nur auf Bali, Indonesien.

Islam

Hier ist eine Information, die man so aus dem Kontext nicht glauben mag. Indonesien ist das Land mit den meisten muslimischen Bevölkerung der Welt.

Auch in Brunei, Malaysia und in Minderheiten lassen sich Süden Thailands und den Philippinen und im Westen Myanmars zählen. Von den 200 Millionen Muslimen leben jedoch 95% in Indonesien und Malaysia.

In der Zeit stehen geblieben?

Neben den ruralen Strukturen von ärmeren Ländern wie Laos und Kambodscha staunt man selten nicht über die Art und Weise der Agrarwirtschaft. So kann man häufig noch die Arbeit auf dem Feld beobachten, wenn man bei der Durchreise ist. Ochsen und Karren kommen zum Einsatz und die Menschen sehen noch aus wie aus den alten Filmen.
Gerechnet am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lässt sich schnell erahnen, dass der Durchschnittsbürger unter 1000$ in Osttimor sogar nur knapp 500$ im Jahr zur Verfügung hat, schwer aus dem Teufelskreis der billigen Arbeitskraft herauskommt. Geprägt durch die schlechte Bildung erschließen die Kinder keine neuen Berufe sondern verweilen in der Vererbung des Familiengeschäfts oder des Berufs des Vaters oder Mutter.

Industrialisierung

In den ländlichen Gegenden werden diese Strukturen noch anhalten bis heranwachsende Industrialisierung die Länder erreicht und die Arbeiter von der Landarbeit in die Fabriken zieht. Auch dort werden die Löhne erst niedrig bleiben bevor diese durch Bewegungen erhöht werden, da die Globalplayer weiterhin an den Niedriglöhnen interessiert bleiben.

Tourismus

Gutes Geld erhofft sich jeder einheimische von Touristen, die zahlungswillig sind und die üblichen Preise nicht kennen. Außerdem eröffnen sich den einheimischen neue Geschäftswege um von den kleinsten Souvenirs zum Hotelzimmer alles anbieten zu können. Der Tourismus wandert bereits von den Hauptstädten und Stränden zu ländlichen Gegenden und birgt neue Chancen für Einheimische.

Mega Cities

Jeder kennt die Filme wie Bangkok Dangerous mit Nicolas Cage und Berichte aus der Presse über diese riesengroßen Städte. WIe entstehen zum Beispiel solche Mega Cities wie Bangkok mit 12-15 Millionen Einwohnern (diese Anzahl kann nicht genauer geschätzt werden, da es am Meldewesen mangelt)?

Wo es Arbeit gibt, gibt es Geld. Klingt logisch und genau das tritt ein wenn eine Stadt nie schläft. Es gibt viel zu viele Menschen, dadurch wird zu jeder Tageszeit gearbeitet und dadurch ergeben sich mehr Arbeitsplätze und Möglichkeiten mit kleinen Restaurants, Garküchen oder in den kleinen Supermärkten zu arbeiten die 24/7 geöffnet haben.

Durch politischen Einfluss den verstorbenen Königs ist Thailand sozialer geworden und kümmert sich um jeden einzelnen Bürger. Die Hebel waren so simpel wie clever. Anstatt dass eine Arbeitsstelle einfach besetzt wird, wird diese stattdessen doppelt besetzt und knapp mehr als die Hälfte bezahlt. Gefühlt gibt es dadurch ein Überangebot an Arbeitsstellen, die wir als überflüssig betrachten, jedoch haben nur 0,7% der Thailänder keine Arbeit und die Thailänder, die einen Job haben, besitzen genug Geld um sich zu ernähren.

Zusätzlich wurde ein Mindestlohn eingeführt, der in großen Städten höher ist als auf dem Land. Wodurch das Stadtleben nochmal lukrativer geworden ist um das Geld der Familie auf dem Land zu schicken.

Land der Zukunft: Singapur

Singapur ist einer der Tigerstaaten mit rasant wachsender Wirtschaft und enormen Bevölkerungszuwachs. Nicht nur, dass Singapur flächenmäßig das kleinste Land in Südostasien ist. Singapur ist nicht nur eine Insel sondern ein Inselverbund aus 63 Inseln auf denen insgesamt rund 5,6 Millionen Menschen leben.Über der hälfte der Fläche Singapurs besteht aus Grünfläche und damit ist Singapur einer der grünsten Länder der Welt.

Genug von Fakten, was macht Singapur nun so fortschrittlich? Singapur bezieht seinen Reichtum als Handelsstadt und folgende Kronkolonie der Briten. Durch die modernisierte Strukturen behielt Singapur diese auch nach Unabhängigkeit des Landes. Als Bankenzentrum und industrieller Ballungsraum von Konzernen bietet sich Singapur nicht nur aufgrund seines viel angeflogenen Flughafens an sondern auch als Repräsentanz Südostasiens geschäftlichen Erfolgs. Die Steuergelder fließen dementsprechend ins Land und der Zuwachs an reichen ausländischen Zuwanderern steigt durch das dauerhaft trockene und warme Klima in Singapur, moderne Infrastruktur und ausgefallenem Lifestyle der Reichen. Es fühlt sich eben mehr an wie Westen als Osten.

Neben den modernen Bauten, pompösen Hotels hat es Singapur nicht verpasst, mit der steigenden Beliebtheit die Möglichkeiten auszuschöpfen, Raum in Form von Hochhäusern zu schaffen und Geld durch Glücksspiel erwirtschaften zu lassen. Technisch und von der Stadtplanung betrachtet ist Singapur den Mega Cities und westlichen Hauptstädten einen Schritt voraus, indem sie mit dem Zuwachs der Bevölkerung an ihrer Infrastruktur gearbeitet haben. Den meisten wird auffallen, dass egal zu welcher Uhrzeit ob Rushhour oder nicht – kein Stau- herrscht. Die Art des Straßenbaus ist hierbei entscheidend, Flyovers, Overpasses und Underpasses. Diese Straßen Strukturen, die unter und überführen sorgen dafür, dass die Autos stets in Bewegung bleiben und wenig Ampelregelungen benötigen. Außerdem gibt es zwar eine Maut, diese wird aber über die GPS Chips in den Autos geregelt, wodurch es keine zu durchfahrende Mautstellen gibt sondern nur die Brücken mit Sensoren. Parkhäuser sind ebenfalls mit denselben Chips ausgestattet wodurch es nicht mehr notwendig ist Parktickets zu lösen. Viele solche Kleinigkeiten beschleunigen Prozesse und fördern Produktivität und fortschrittliches Denken.

 

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Schreibe einen Kommentar